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Bad & Armatur

Das Eckventil unter dem Becken: tropft, klemmt, dreht durch

Der kleine Absperrhahn unter Waschbecken, Spüle und WC fristet jahrelang ein Schattendasein. Dann tropft es plötzlich am Anschluss, oder das Rädchen lässt sich beim Zudrehen keinen Millimeter bewegen. Ausgerechnet das Bauteil, das im Ernstfall Wasser stoppen soll, ist dann selbst das Problem.

Entscheidend ist, was Sie beobachten und was Sie besser lassen.

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Altbau-Bad: Klempner dreht an einem Wandventil unter dem Waschbecken – Eckventil undicht oder festgerostet

Wo genau tropft es?

Am Eckventil gibt es gleich mehrere Punkte, an denen Wasser herausdrücken kann. Feuchtigkeit unter dem Drehgriff deutet auf eine verbrauchte Spindeldichtung. Nässe an der Überwurfmutter, die das Anschlussrohr zur Armatur hält, spricht für eine lockere oder ermüdete Verbindung. Am Wandanschluss kann die Verbindung zur Leitung undicht sein.

Legen Sie ein trockenes Tuch unter das Ventil und beobachten Sie über Stunden, wo es nass wird. Aufnahme und Notiz zur Stelle erleichtern es dem Betrieb, die nötigen Teile einzuschätzen.

Warum Eckventile festrosten

Selten betätigte Ventile verkalken. Der Kalk setzt sich in Spindel und Sitz, und das Rädchen sitzt fest. Im Altbau kommt bei verchromten Messingteilen hinzu, dass sie jahrzehntelang nicht bewegt wurden.

Deshalb ist es sinnvoll, Absperrventile ab und zu vorsichtig zuzudrehen und wieder zu öffnen, solange sie leichtgängig sind. Wer Sorge hat, dass das Ventil dabei undicht wird, sollte es zusammen mit dem Fachbetrieb prüfen lassen, statt es zu testen, wenn gerade niemand erreichbar ist.

Was Sie bei Nässe tun dürfen

Tritt Wasser am Ventil aus, fangen Sie es in einem Eimer auf und versuchen, das Ventil zu schließen. Gelingt das nicht oder bleibt es nass, drehen Sie das Wohnungsventil oder die Hauptabsperrung zu.

Ziehen Sie Überwurfmuttern nicht mit einer Rohrzange nach. Zu viel Kraft quetscht Dichtungen und reißt Gewinde aus, aus dem Tropfen wird dann ein Strahl. Wischen Sie die Feuchtigkeit auf und fotografieren Sie die Stelle für Hausverwaltung und Versicherung.

Kurz gesagt Ein Eckventil kann an Spindel, Überwurfmutter oder Gehäuse undicht werden und verkalkt mit den Jahren. Zudrehen, falls es geht, und Wasser auffangen sind erlaubt; Nachziehen, Gewalt und Tausch gehören in die Hand eines Fachbetriebs.

Gewalt am Ventil: keine gute Idee

Festsitzende Eckventile sind verführerisch: Ein Griff mit der Zange, ein kräftiger Ruck, und die Spindel gibt nach. Dabei bricht leicht der Griff ab oder die Spindel dreht durch, ohne zu schließen. Dann ist das Wasser nicht mehr am Becken abzustellen.

Ist das Ventil bereits blockiert, bleibt das Wohnungsventil als Ausweg. Wer weder dieses noch den Weg zur Hauptabsperrung kennt, informiert die Hausverwaltung und klärt, wo gegebenenfalls ein Strangventil sitzt. Gewaltsames Lösen verlängert die Reparatur und kann die Wand beschädigen.

Was der Fachbetrieb prüfen kann und wer davon erfährt

Ein Fachbetrieb kann Spindel, Dichtung, Ventilsitz und Anschlüsse beurteilen und entscheiden, ob sich das Ventil neu abdichten lässt oder ersetzt werden sollte. Das ist eine Arbeit an der Trinkwasser-Installation, für die nach den Wasserbetrieben nur Betriebe aus dem Installateurverzeichnis zugelassen sind.

Für den Tausch muss meist der Wohnungs- oder Strangzulauf geschlossen werden. Bei Mietwohnungen sollten Sie Vermieter und Nachbarn informieren, weil dabei Wasser im Haus abgestellt werden kann. Reichweite und Kosten des Eingriffs klären Sie direkt mit dem Partnerbetrieb.

Im Mehrfamilienhaus kann der Zulauf der Wohnung oder eines Strangs abgestellt werden müssen, und das kann mehrere Haushalte betreffen. Informieren Sie die Hausverwaltung rechtzeitig, damit Nachbarn Bescheid wissen.

Bei älteren Häusern, in denen Wohnungsventile fehlen oder blockiert sind, wird die Aufgabe aufwendiger. Klären Sie dann Lage und Zustand der übrigen Absperrungen im Haus, damit im Ernstfall nicht gesucht werden muss.

Eckventil, Zulaufschlauch und Armatur: drei Bauteile, ein Ort

Unter dem Becken treffen sich Ventil, flexibler Anschlussschlauch und Armatur. Tropft es, sagt die Position der Nässe viel: Läuft das Wasser am Schlauch entlang, ist vielleicht dessen Verbindung gealtert, nicht das Ventil. Perlt es an der Armatur herab, gehört die Stelle zur Armatur.

Auch ein verbogener Schlauch oder ein Ventil, das schräg in der Wand sitzt, kann Spannung auf die Anschlüsse bringen. Solche Details sieht der Betrieb am Objekt. Ein Foto der gesamten Anordnung hilft ihm, eine Einschätzung vorzubereiten.

Ab hier gehört es in Fachhände

Ein Fachbetrieb ist gefragt, sobald ein Eckventil tropft, nach dem Zudrehen weiter Wasser austritt oder der Griff festsitzt. Auch wenn Kalk oder Grünspan sichtbar sind, sollte der Betrieb schauen, bevor es zu einem Wasserschaden kommt. Schließen Sie bis dahin das Wohnungsventil, falls Nässe auftritt, und halten Sie den Bereich trocken.

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