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  3. Eingefrorene Wasserleitung: was Sie tun dürfen

Wenn Wasser läuft

Der Hahn bleibt trocken: Eis in der Leitung und die Gefahr danach

Es rauscht kurz, dann kommt nichts mehr. Bei starkem Frost kann Wasser in Rohren zu Eis werden, das sich beim Gefrieren ausdehnt und die Leitung sprengen kann. Das eigentliche Risiko beginnt oft erst beim Auftauen, wenn aus dem Riss Wasser strömt.

Wer weiß, wo das Absperrventil sitzt, ist dann klar im Vorteil. Die Gefahr steigt in Räumen, in denen niemand mehr heizt oder lüftet.

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Absperrventil unter der Spüle wird zugedreht, eine Schüssel fängt Tropfen – Eingefrorene Wasserleitung

Woran Sie Eis in der Leitung erkennen

Kommt aus einem oder mehreren Hähnen weniger Wasser als sonst, dann gar keins, kann in der Zuleitung Eis sitzen. Betroffen sein können Leitungen an Außenwänden, in unbeheizten Kellern, Treppenhäusern, Dachböden oder in Garagen. Auch Außenhähne und Leitungen im Gartenhaus frieren früh ein.

Schalten Sie zur Eingrenzung durch: Ist nur ein Hahn trocken, liegt die Stelle in dessen Zuleitung. Fehlt Wasser überall, kann auch die Hauptleitung betroffen sein. Es ist nicht ausgeschlossen, dass der Mangel eine andere Ursache hat, etwa eine Störung im Netz oder ein geschlossenes Ventil.

Auch das Wetter gibt Hinweise: Eine Nacht mit starkem Frost, ein zugiger Keller oder ein Fenster, das offen stand, passen zu einem Eisverschluss. Notieren Sie, seit wann der Hahn trocken ist.

Warum das Auftauen gefährlicher ist als das Gefrieren

Eis dichtet einen Riss manchmal ab, solange es fest ist. Taut es auf, kann Wasser durch die Bruchstelle in Wand, Decke oder Estrich laufen. Weil dies unbemerkt geschehen kann, etwa wenn niemand zu Hause ist, entstehen größere Wasserschäden als bei einem offen sichtbaren Rohrbruch.

Schließen Sie vor dem Auftauen deshalb das Absperrventil des betroffenen Bereichs, sofern Sie es erreichen, und öffnen Sie es erst wieder, wenn die Leitung überprüft wurde. Bleiben Sie in der Nähe, schauen Sie nach feuchten Stellen und lauschen Sie auf Rauschen hinter der Wand.

Langsam erwärmen statt erhitzen

Nie mit offener Flamme und nie mit Brennern: Hitze kann Kunststoffrohre schmelzen, Dichtungen beschädigen und Holzbalken oder Dämmstoff entzünden. Auch andere schnelle Hitzequellen belasten Metall und Armaturen durch den Temperaturschock.

Erlaubt ist ein behutsames Temperieren des Raumes: Schließen Sie Fenster und Kellertüren, heizen Sie den betroffenen Raum mäßig an und lassen Sie warme Raumluft an die Leitung. Das geht langsam, schont aber das Material. Bewegt sich nach mehreren Stunden nichts, ist Fachwissen gefragt.

Versuchen Sie nicht, die Leitung zu klopfen oder zu biegen. Ein Rohr, das unter Eisdruck steht, kann bei einer solchen Belastung an einer Stelle aufreißen, die vorher noch dicht war.

Kurz gesagt Eine eingefrorene Leitung nie mit offener Flamme auftauen. Vor dem Auftauen das Absperrventil schließen, den Raum nicht auskühlen lassen, nach dem Auftauen auf Tropfen achten. Die Prüfung der Leitung gehört in Fachhände.

Wenn das Rohr schon geplatzt ist

Hört man ein Zischen, läuft Wasser an der Wand herab oder bildet sich eine Pfütze, ist der Riss offen. Schließen Sie das nächstgelegene Absperrventil. Läuft trotzdem Wasser nach, kann ein Leitungsstück davor betroffen sein; dann ist das Ventil im Keller gefragt, das die Hausverwaltung bedient.

Fangen Sie Wasser auf, halten Sie Abstand zu Steckdosen und Lampen und informieren Sie Nachbarn unter Ihnen. Fotografieren Sie die Stelle, bevor Sie aufräumen. Wenn das Wasser an Elektrik gelangt, ist eine Elektrofachkraft nötig.

Nach dem Tauwetter: erst prüfen, dann nutzen

Kehrt das Wasser zurück, öffnen Sie den Hahn langsam und beobachten Sie Leitung und Anschlüsse. Tropft es an einer Verbindung, drehen Sie das Absperrventil wieder zu und stellen ein Gefäß darunter. Fotografieren Sie Schäden für Hausverwaltung und Versicherung.

Auch ohne sichtbare Nässe gehört ein Rundgang dazu: Fühlen sich Wand, Boden oder Tapete in Leitungsnähe kühl und feucht an, melden Sie das der Hausverwaltung, damit die Anlage durchgesehen wird, bevor Folgeschäden entstehen.

Beim Auszug oder bei Leerstand sollten Sie den Zustand der Heizung mit der Verwaltung besprechen, damit kein Raum dauerhaft auskühlt.

Vorsorge in Keller, Treppenhaus und Garten

In leerstehenden Räumen, in Garagen und im Gartenhaus schützt es, Außenwasserhähne abzusperren und zu entleeren, den Schlauch abzunehmen und Fensterritzen abzudichten. Dämmung an freiliegenden Rohren verzögert das Durchfrieren. Heizen Sie bei längerer Abwesenheit nicht ganz herunter.

Wer im Mehrfamilienhaus wohnt, informiert die Hausverwaltung, wenn Treppenhausfenster oder Kellerluken nicht schließen. Die Eigentümerseite sorgt für die Hausinstallation und kann Dämmung nachrüsten oder einen Frostwächter einbauen lassen. Ob sich Schäden an Rohren und Installationen über die Gebäudeversicherung abdecken lassen, klärt die jeweilige Police.

Ab hier gehört es in Fachhände

Ein Fachbetrieb ist gefragt, wenn die Leitung auch nach Stunden im erwärmten Raum nicht freigibt, wenn Wasser austritt oder wenn der Verlauf des Rohrs unbekannt ist. Er kann die Leitung prüfen, vorsichtig auftauen und Schäden eingrenzen. Halten Sie den Ablauf mit Fotos fest.

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