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Altbau & Leitungen

Der Strahl bleibt dünn: den Wasserdruck einordnen

Ein schwacher Strahl an der Dusche kann nerven, ohne dass man gleich weiß, wo die Ursache liegt. Dahinter stecken Dinge von der Handvoll Kalk im Duschkopf bis zur verengten Leitung im Haus.

Wer zuerst sortiert, an wie vielen Stellen es auftritt und seit wann, kommt der Antwort deutlich näher.

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Duschkopf und Perlator mit Kalkrändern auf einem Handtuch – Schwacher Wasserdruck in der Wohnung

Eine Armatur oder alle?

Der erste Test kostet nur ein paar Handgriffe. Öffnen Sie nacheinander Küchenhahn, Waschbecken und Dusche, warm und kalt. Ist nur eine einzige Stelle schwach, liegt die Ursache an dieser Armatur oder an ihrer Zuleitung. Sind alle Stellen der Wohnung schwach, kommt die Leitung davor in Betracht. Fehlt Druck in mehreren Wohnungen, spricht das für das Haus.

Achten Sie auch darauf, ob nur Warmwasser nachlässt. Ein verkalkter Durchlauferhitzer oder Speicher bremst den Strahl auf der warmen Seite, während das Kaltwasser kräftig bleibt.

Perlator und Brausekopf

Am häufigsten sitzt die Engstelle direkt am Auslass. Das Leitungswasser der Stadt zählt zu den harten Wässern, und Kalk setzt sich in Sieben und Düsen fest und verengt sie.

Schrauben Sie den Perlator ab, spülen Sie den Hahn kurz durch und legen Sie das Sieb in Essig- oder Zitronensäurelösung. Beim Brausekopf hilft das gleiche Bad. Danach schrauben Sie alles zurück. Wird der Strahl wieder kräftig, war es die Düse. Dichtungen oder Kartuschen tauschen Sie nicht selbst.

Falls der Strahl nach dem Entkalken kurzzeitig besser, nach einigen Wochen aber wieder dünn ist, spricht das für einen hohen Kalkanteil im Wasser. Dann lohnt es, die Perlatoren regelmäßig zu kontrollieren.

Wenn die Leitung zuwächst

In Altbauten kann das Rohrnetz Stahlleitungen enthalten, die verzinkt sind. Über die Jahre setzen Kalk und Rost den Rohren zu, der freie Querschnitt schrumpft, und am Hahn kommt weniger an, besonders wenn mehrere Parteien gleichzeitig zapfen. Typisch ist, dass das Wasser am Morgen braun anläuft oder die Dusche in der oberen Etage schwächer wird als in der unteren.

An der Leitung selbst können Sie nichts tun. Ob Spülen, Teilerneuerung oder ein Strangtausch sinnvoll ist, lässt sich von einem Betrieb beurteilen, den das Installateurverzeichnis der Wasserbetriebe führt; die Entscheidung trifft die Eigentümerseite.

Kurz gesagt Beginnen Sie mit der Frage, ob eine Zapfstelle, die ganze Wohnung oder das ganze Haus betroffen ist. Perlator und Brausekopf dürfen Sie entkalken. Alles Weitere, vom Eckventil bis zum Druckminderer, gehört in Fachhände.

Eckventil, Filter und Druckminderer

Zwischen Wand und Armatur sitzt das Eckventil. Ist es nur halb geöffnet oder innen verschmutzt, kommt wenig durch. Sie stellen es nicht neu ein und bauen es nicht aus; das gehört in die Hand eines Betriebs.

Im Hausanschlussraum können Filter und Druckminderer sitzen. Setzt sich ein Filter zu, fällt der Druck im ganzen Haus. Beide Bauteile sind Teil der Hausinstallation hinter dem Wasserzähler, für die die Eigentümerseite verantwortlich ist. Melden Sie der Verwaltung, wenn der Druck auf Dauer abgenommen hat und die Nachbarn dasselbe berichten.

Nur zu Stoßzeiten schwach

Morgens um sieben, wenn im ganzen Haus geduscht wird, lässt der Strahl nach, mittags ist er wieder kräftig? Dann spricht vieles für eine Leitung, die zu eng ist, um mehrere Wohnungen gleichzeitig zu versorgen. Besonders merklich wird das in den oberen Etagen, weil das Wasser am Ende des Stranges ankommt.

Auch im eigenen Bad kann es so sein: Läuft die Waschmaschine und Sie duschen zugleich, teilt sich die Menge auf. Das ist kein Defekt, sondern eine Frage der Auslegung. Halten Sie fest, zu welchen Uhrzeiten es auftritt und welche Parteien dasselbe sagen; mit dieser Liste kann die Verwaltung gezielter nachfragen.

Druckverlust nach Arbeiten am Haus

Manchmal beginnt das Problem unmittelbar nach einer Wartung, einem Rohrbruch im Haus oder Arbeiten im Straßenraum. Gelöste Ablagerungen können Siebe und Perlatoren zusetzen, kurz nachdem die Leitung wieder in Betrieb ist. Reinigen Sie in diesem Fall die Perlatoren an allen Armaturen.

Bleibt der Druck danach schwach, gilt die Frage, ob sich im Haus etwas verändert hat. Halten Sie schriftlich fest, ab wann das Wasser schwächer fließt, an welchen Hähnen und ob zuvor jemand an den Leitungen gearbeitet hat. Das ist die Grundlage für das Gespräch mit der Verwaltung.

Ab hier gehört es in Fachhände

Bleibt der Druck nach dem Entkalken von Perlator und Brause schwach, tritt er an mehreren Stellen oder bei Nachbarn auf, läuft das Wasser braun oder knackt die Leitung, sollte ein Installateur mit Eintrag bei den Wasserbetrieben nachsehen. Er kann Leitungen, Filter und Druckminderer begutachten.

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