Pfütze hinter der Trommel: Wo das Wasser an der Waschmaschine austritt
Der Lappen ist schon durchnässt, der Boden vor der Maschine glänzt, und niemand weiß genau, woher das Wasser kommt. Bei einer Waschmaschine gibt es drei Stellen, an denen Wasser verloren gehen kann: den Zulauf, den Ablauf und das Gerät selbst.
Wer sie nacheinander ansieht, spart sich Rätselraten.
Drehen Sie den Hahn zu, an dem der Zulaufschlauch hängt. Das ist ein Eckventil mit Griff oder ein Anschluss mit kleinem Hebel, meist hinter oder neben der Maschine. Danach legen Sie Lappen und Handtücher aus und fangen auf, was noch austritt. Versiegt der Wasseraustritt nach dem Schließen, sitzt die Undichtigkeit auf der Geräteseite: am Schlauch, an einer Verschraubung oder in der Maschine.
Schalten Sie die Maschine nicht weiter ein. Steht Wasser an Stecker oder Steckdose, berühren Sie beides nicht. Lässt sich der Sicherungskasten trocken und gefahrlos erreichen, schalten Sie dort den Stromkreis aus; danach sollte eine Elektrofachkraft die Anlage ansehen.
Zulaufschlauch und Verschraubung
Gummischläuche altern, werden spröde und bekommen kleine Risse, besonders in der Biegung hinter dem Gerät. Bei Schläuchen mit Gewebe außen fällt oft nur eine feuchte Stelle auf oder eine Blase im Mantel. Die Überwurfmuttern am Hahn und am Gerät können sich lockern, und die Flachdichtung darin kann hart werden.
Trocknen Sie den Schlauch ab und fahren Sie mit einem trockenen Küchenpapier daran entlang. Wo es feucht wird, sitzt die Undichtigkeit. Ein beschädigter Schlauch gehört ausgetauscht, bevor der Druck ihn ganz platzen lässt; das kann ein Fachbetrieb übernehmen. Der Aquastop, ein Sicherheitsventil im Schlauch, schützt nur, solange er unversehrt ist.
Achten Sie auch auf Kalkfahnen unterhalb der Verschraubung. Sie zeigen, dass dort schon länger etwas austritt, auch wenn es gerade trocken wirkt.
Der Hahn selbst tropft
Tropft es am Ventil, nicht am Schlauch, kommt die Spindeldichtung in Betracht. Sie sitzt unter dem Griff und wird mit den Jahren durchlässig, vor allem nach langen Jahren ohne Bewegung. Kalk verstärkt das Problem, denn das Berliner Wasser ist hart und hinterlässt Beläge auf den Dichtflächen.
Drehen Sie am Griff nur vorsichtig, ein festgerostetes Ventil kann abbrechen. Tauschen oder zerlegen Sie es nicht selbst: Ein Eckventil, das nicht mehr sauber schließt, braucht einen Fachbetrieb, der die Wohnung dann an anderer Stelle absperren kann.
Kurz gesagt Erst das Wasser am Hahn schließen, dann trockenlegen und ansehen: Schlauch, Hahn oder Ablauf? Ist der Zulaufschlauch im Spiel, sollte er ersetzt werden. Läuft Wasser aus dem Gerät selbst, ist der Kundendienst gefragt.
Wenn das Wasser aus dem Ablauf kommt
Läuft das Wasser erst beim Schleudern oder Abpumpen aus, liegt der Verdacht beim Ablaufschlauch. Er hängt am Siphon oder an einem Standrohr. Sitzt die Schelle locker, schiebt sich der Schlauch heraus, und das Schmutzwasser fließt auf den Boden. Ein verstopftes Standrohr kann zusätzlich überlaufen, wenn die Pumpe mehr liefert, als die Leitung abnimmt.
Riecht das Wasser nach Waschlauge und Schmutz, ist der Ablauf die Spur. Prüfen Sie, ob der Schlauch an der Wand fest steckt und nicht geknickt ist. Gluckert es zugleich in anderen Abflüssen, gehört das Thema zur Hausverwaltung, weil dann das Standrohr oder der Strang gemeint sein kann.
Hängt der Ablaufschlauch an einem Standrohr, steckt er mit einem Bogen darin, damit er nicht herausrutscht. Sitzt der Bogen nicht richtig, kann das Abwasser beim Abpumpen daneben spritzen.
Wenn das Gerät leckt
Kommt die Nässe aus dem Inneren, zum Beispiel aus Laugenbehälter, Pumpe oder Türdichtung, bringt das Nachziehen von Muttern nichts. Am Gummi der Tür sammeln sich Fusseln und Waschmittelreste, die undicht werden können. Hartnäckiger Kalk lässt Heizstäbe und Dichtungen schneller altern.
Das Gerät aufzuschrauben ist Sache des Herstellers oder eines Kundendienstes. Ziehen Sie die Maschine nicht wieder in Betrieb, bis die Ursache feststeht. Der Schaden am Boden und die Reihenfolge Ihrer Beobachtungen sind für Hausverwaltung und Versicherung wichtig. Fotografieren Sie Pfütze, Schlauch und Hahn.
Vorbeugen mit wenigen Gewohnheiten
Schließen Sie den Hahn, wenn Sie länger verreisen oder die Maschine über Nacht läuft, denn ein plötzlich platzender Schlauch steht sonst unter vollem Leitungsdruck. Das Absperren nach der Wäsche kostet nur einen Handgriff und schützt Boden und Nachbarn.
Lassen Sie unter der Maschine Platz, damit Sie einen Tropfen früh sehen. Eine flache Wanne oder Bodenmatte kann Wasser aufnehmen. Prüfen Sie den Schlauch ab und zu mit der Hand und schieben Sie die Maschine nicht so dicht an die Wand, dass er knickt. Entkalken Sie nach Herstellerhinweis und dosieren Sie das Waschmittel nach dem Härtebereich.
Ab hier gehört es in Fachhände
Ein Fachbetrieb ist gefragt, wenn der Hahn nicht schließt oder tropft, wenn Wasser in Wand oder Boden verschwunden sein könnte oder wenn es am Anschluss feucht bleibt, obwohl der Schlauch ersetzt wurde. Er kann Anschluss, Eckventil und Siphon überprüfen und den Wasserweg Schritt für Schritt eingrenzen.